Shades of Grey 1 – Meine Meinung

So, endlich habe ich es geschafft „Shades of Grey“ fertig zu lesen. Zum Ende hin war es anstrengend weiter zu lesen, weil es mich eigentlich gar nicht interessiert hat. Ich habe es nur beendet, weil ich vorher ja groß angekündigt habe, dass ich dieses Buch lese.
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Der Titel des Posts heißt absichtlich ‚meine Meinung‘ statt Rezension, weil eine Rezension sachlich sein sollte, aber ich beabsichtige hier nicht sachlich zu bleiben.

Der Inhalt ist wohl ausreichend bekannt: Die unerfahrene Ana verliebt sich den geheimnisvollen Mr. Grey.
Meiner Meinung nach ist der ganze Hype nicht gerecht fertigt. Das einzige, was dieses Buch von anderen unterscheidet, ist, dass es ein paar erotische Passagen gibt, in denen Ana und Mr. Grey intim werden. Das wars aber auch schon.

Achtung, nun folgen SPOILER! Wer das Buch noch nicht gelesen hat, sollte hier aufhören.

Am Anfang war es ja noch ganz in Ordnung. Dann kommen sich Christian (Mr. Grey) und Ana näher und nachdem sie Verschwiegenhitserklärung unterschrieben hat, eröffnet er ihr, dass er auf SM steht und keine Freundin sondern eine Sub (unterwürfige Person) sucht, mit er sexuell und körperlich anstellen kann, was er will. Trotzdem will Ana mehr und hofft, dass Christian sich für sie ändert und sein Verlangen, seine Sub mit Peitschen zu bändigen, einfach verschwindet.
Ihm zu liebe lässt sie sich dann von ihm mehrmals auf den Hintern schlagen bevor sie miteinander schlafen, aber sie ist danach so aufgewühlt, dass sie in Tränen ausbricht.
Ja, Schläge tun weh, dass muss Ana erst mühsam lernen. Christian war ehrlich und hat ihr gesagt, was er braucht. Sie hat es ausprobiert und es hat nicht funktioniert. Sie hätte gleich daraus lernen sollen und sich lieber José oder jedem anderen beliebigen Mann zuwenden sollen. Aber nein, Ana glaubt ja, dass da mit dem „mehr“ doch noch klappt und bleibt an Christians Seite.

Mich regt ja Christians Kontrollzwang noch am meisten auf. Gut er kauft ihr ein Macbook und ein Blackberry, soll er meinetwegen. Das Auto finde ich schon übertrieben, besonders aber die Art und Weise wie er mit Wanda umgeht. Aber der Höhepunkt ist ja, als er einfach unerwartet bei Ana und ihrer Mutter in Georgie auftaucht. Was soll das denn bitte? Ja, sie hat ihn vermisst und er hat sie vermisst, aber Ana ist nach Georgia, um mal ein bisschen Abstand zu bekommen und nicht kurz nachdem sie 3000 km weit weg angekommen ist schon wieder ihren Kontrollfreak von einem Freund zu treffen. Wäre ich Ana hätte ich ihn erstmal angeschrien.

Mittlerweile gibt sich Christian ja sogar ein bisschen Mühe, um Ana eine echte Beziehung mit ihm zu ermöglichen, aber ein Mensch ändert sich nicht von jetzt auf nachher und natürlich möchte er sie nach wie vor als Sub. Solange er sich zurückhält, klappt das halbwegs.
Dann sagt Ana, dass sie zustimmt seine Sub zu sein, aber den Vetrag unterschreibt sie nicht, weil es dazu einfach nicht kommt. Eigentlich müsste Christian doch sofort aufspringen, den Vertrag holen und sie unterschreiben lassen, aber nein, er hat ja besseres zu tun.

Am Ende willigt Ana ein sich von Christian schlagen zu lassen, so wie er es normalerweise macht. Sie bekommt 6 Schläge, leidet fürchterlich und verlässt unter Tränen sein Haus. Ich finde dieses Verhalten einfach nur dumm. Dass es weh tut, wusste sie schon früher. Sie hätte das nicht ausprobieren sollen, nachdem sie vorher mehrmals betont hatte, dass sie nicht von ihm geschlagen werden möchte.

Manchmal saß ich nur da und dachte „AHHHHHH“ warum tut Ana nichts dagegen.

Wie schon oben erwähnt, habe ich das Buch nur zu Ende gelesen, weil ich es vorher angekündigt hatte. Es hätte mich nicht gestört schon vorher aufzuhören. Das Buch hat mich einfach nicht gefesselt. Auf die nachfolgenden Bände werde ich wohl verzichten, auch wenn ich gerne wissen würde, was es denn nun mit Christians Jugend auf sich hat. Aber das lässt sich bestimmt auch bei Wikipedia nachlesen.

Zu guter Letzt: Im Bücherblog von kleinbrina habe ich in den Kommentaren gelesen (und Wikipedia bestätigt das), dass 50 shades of grey eigentlich eine Fanfiction von Twilight war, wobei Christian Edward und Ana Bella war. Nachdem ich dies gelesen hatte, habe ich beim weiteren lesen darauf geachtet und es gibt schon einige Parallelen. Edward/Christian warnt sein weibliches Gegenstück, dass er gefährlich ist und sie sich auf keinem Fall mit ihm einlassen sollte. Allerdings kann weder er sich von ihr, noch sie sich von ihm fern halten und sie werden sowas wie ein Paar. Eine Zeitlang geht es gut, dann merkt Edward/Ana, dass die Beziehung nicht gut für Bella/sie selbst ist und flüchtet. Ich kann mir denken, wie es im 2. Teil weiter geht: Ana kommt auf jeden Fall zurück und opfert sich für Christian (was mir ein kurzes Nachschauen bei amazon bestätigt).

Bei all dem Hype habe ich mir das Buch auch etwas anderes vorgestellt. Außerdem mag ich es nicht, wenn Bücher kein Happy End haben. Da es sich um eine Trilogie handelt, kann ich ja noch auf das Happy End hoffen, auch wenn ich es nicht lesen werde. Den Leuten, denen es gefällt, möchte ich es nicht schlecht reden, aber mein Fall ist es nicht so ganz.

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Kategorien: Buch/Film | Schlagwörter: | Hinterlasse einen Kommentar

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