CERN Exkursion

Am 7. Mai hatte ich die Möglichkeit eine von der Uni organisierte CERN Fahrt mitzumachen.
Aber kurz vorweg eine Erklärung, was das CERN eigentlich ist:

CERN steht für Conseil Européen pour la Recherche Nucléaire, der offizielle Name lautet jedoch European Organization for Nuclear Research. Die Abkürzung ist jedoch weiterhin aktuell.
Das CERN betreibt Grundlagenforschung im Bereich der Teilchenphysik und sucht nach Antworten alter Fragen wie z.B. woraus das Universum besteht oder wie es sich entwickelt hat.
Aktuell arbeiten fast 10000 Wissenschaftler aus mehr als 110 Ländern am CERN (Quelle: CERN Prospekt)

Ich bin an diesem Tag um 4 ausgestanden und um 6 ging die Fahrt von der Uni aus los. Nach ca 2 Stunden haben wir die Grenze überquert und haben unsere erste Rast nahe Basel gemacht. Dort habe ich auch schon voller Stolz die erste Schweizer Schokolade gekauft 🙂
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Nach ca 2,5 Stunden waren wir dann am Ziel in Genf und haben Stellung vorm CERN bezogen.

Zuerst haben wir uns 2 Austellungen angeschaut. In der ersten, direkt im Eingangsgebäude, wird in 4 Sprachen (deutsch, englisch, französisch, italienisch) erklärt, was genau im CERN gemacht wird und wie die Beschleuniger aufgebaut sind. In einem Computerspiel kann man außerdem selbst Teilchenkollisionen erzeugen, nachdem man vorher den Beschleuniger richtig eingestellt hat 🙂

In der 2 Austellung, im Globe of the Universe, ging es etwas technischer zu.
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Dort konnte man mehr über die Beschleuniger erfahren und außerdem in einer Multimedia Show den Beginn des Universums miterleben.

Nach der Mittagspause ging es dann mit unserer Führung los. Zuerst bekamen wir einen wirklich interessanten Vortrag über das CERN an sich und vereinfachte Teilchenphysik (keine Formeln 😉 )
Das ganze Thema ist sehr interessant und wer mehr wissen möchte, schaut am besten direkt auf der CERN Website vorbei. Sehr spannend ist auch die CERN Spezial Seite zum Buch Illuminati (Angels an Demons).

Danach sind wir einmal über die Grenze nach Frankreich gefahren, denn dort befindet sich die Magnet Test Facility.
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Dort werden Magnete hergestellt und gewartet. Die Magnete werden benötigt, damit die Teilchen im Beschleuniger auf einer Kreisbahn fliegen. Ohne die Magnete würden sie nach dem Linearbeschleuniger (gerader Beschleuniger, in dem das Teilchen auf eine hohe Geschwindigkeit gebracht wird) einfach geradeaus weiter fliegen.

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Einen Ausschnitt aus einem Beschleuniger haben wir auch gesehen:
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Das kleine längliche „Ding“ mit dem Loch vorne ist dabei der Raum, durch den das Teilchen durchfliegt.

Nach der Magnet Test Halle sind wir wieder zurück in die Schweiz zum Atlas Experiment gefahren. Dieses befindet sich direkt am LHC, dem großen Beschleuniger.

Zunächst ein paar Daten zum LHC: LHC steht für Large Hadron Collider und bezeichnet den größten Beschleunigerring am CERN. Er ist 27km lang und durchschnittlich 100m unter der Erde. A LHC sind 4 Experimente untergebracht, 3 auf der französischen Seite und eins auf der Schweizer Seite. (Mehr Infos zu den Experimente gibt es auch auf der CERN Website)

Wir haben uns also das ATLAS Experiment angeschaut. Zunächst sahen wir diese Darstellung an der Hauswand des Atlas Gebäudes, welche das Experiment im Maßstab 1:2 zeigt.
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Der Detektorring, der vorne an der Hauswand ist, ist in Wirklichkeit in etwa so groß wie der Globe of the Universe. Leider haben wir das Experiment nicht selbst 100m unter der Erde gesehen, weil es aus vielen sensiblen Teilen bestehet und es wirklich fahrlässig wäre, dort Besuchergruppen hinzulassen. Rein technisch wäre es jedoch möglich gewesen, denn der Beschleuniger war zu der Zeit wegen Wartungsarbeiten abgeschaltet. Wäre es angeschaltet, hätte man sich dort auf Grund der Strahlung nicht aufhalten können.
Beim Atlas Experiment werden die fundamentalen Kräfte des Universums erforscht und dort wurde auch das Higgsteilchen entdeckt. Das Motto des Experiments ist „Mapping the secrets of the universe“, was ich sehr passend finde 🙂

Es war ein sehr schöner, wenn auch langer Tag, aber einen Besuch am CERN wollte ich schon immer mal machen und kann ich auch uneingeschränkt weiter empfehlen. Es war einfach toll!

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