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Aus dem Leben einer Dj Freundin

Einen Dj als Freund zu haben ist eigentlich ganz cool. Man (bzw. ich) kommt mal raus, lernt neue Orte und Leute kennen und kann, wenn ein „+1“ auf der Liste steht oder man schon zum Aufbauen mitkommt, kostenlos in Clubs.
Zugegeben, bevor ich meinen Dj kennen gelernt habe, bin ich nie in Clubs oder Discos gegangen und auch jetzt hält sich das noch in Grenzen. Wenn ich dabei bin, dann meistens im Backstage Bereich oder hinterm Dj Pult 😉

Aber auch einfach so, ist es wirklich toll, wenn z.B. ein bekannter Newcomer bei uns auf der Couch sitzt und wir in sein neues, noch nicht erschienenes Album reinhören und auch gleich einen neuen Riddim präsentiert bekommen. Es hat einfach einen Hauch Exklusivität 🙂

Meine beiden bisherigen Highlights waren zum einen das Reggaejam Festival letztes Jahr und eine sehr spontane Reise nach Köln 2011.

Die Reise nach Köln kam wirklich unerwartet. Mein Dj fragte mich ca. eine Woche vorher, ob ich am kommenden Wochenende schon etwas vorhabe. Ich verneinte und es wurde ein wirklich ereignisreiches Wochenende. Es begann damit, dass ich Freitag Mittag mit meinem Dj und zwei weiteres Jungs in einem Cabrio unterwegs nach Bayern war. Dort legte mein Dj beim Crossroots Festival auf und ich habe zum ersten Mal (in meinem Leben, oder wenn nicht, dann nach wirklich sehr langer Zeit) in einem Zelt geschlafen. Und von diesem Festival kommt auch mein Goa-Trauma 🙂
Aber von Bayern nach Köln ist es ein weiter Weg und am nächsten Morgen/Mittag sind wir erstmal wieder zurück nach Hause gefahren. Dann hatten wir nicht viel Zeit zum schnellen umpacken und dann gings schon ab zum Hauptbahnhof in den Zug nach Köln (zwar nicht den, den wir eigentlich nehmen wollten, aber das ist eine andere Geschichte). Irgendwann am Abend erreichten wir dann Köln und ich war total geflasht, weil ich endlich den Dom live sehen konnte 🙂
Abends hat mein Dj dann in einem Club aufgelegt und ich war das oben erwähnte +1. Früh um 6 sind wir dann erschöpft in das Bett unserer Unterkunft gefallen und konnten noch ca. 5 Stunden schlafen. Am frühen Nachmittag nach dann ein sehr ereignisreiches Wochenende sein Ende.

Das Reggaejam Festival letztes Jahr war meine Festival Premiere und dann auch gleich mit einem AAA (Access all Areas) Pass. Das klingt jetzt komisch, aber mit diesem Pass habe ich mich irgendwie allmächtig gefühlt, denn man kommt einfach so in den Backstage Bereich, kann durch Eingänge raus und wird auch nicht kontrolliert am Eingang. Das ist schon cool 😀
Offiziell war ich übrigens die Assistentin für das Radio Streaming des Festivals. Meine Hauptaufgabe war es meinem Dj Getränke zu liefern 😉

Soviel von meinem Dasein als Dj Freundin 🙂

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[Dj ABC] Auflegen

Nun kommt ein weiterer Teil meines Dj Abcs und heute geht es ums Auflegen.

Den Begriff hat wohl jeder mal gehört, aber kann man sich darunter auch technisch was vorstellen?

Prinzipiell geht es darum Besucher mit Musik von Plattenspielern oder Cd Spielern zu belustigen. Dieser Vorgang wird auflegen genannt. Aber dabei geht es um so viel mehr.

Erstmal gibt es zwei Möglichkeiten des Auflegens (zumindest kenne ich 2): mit Computer und ohne Computer.
Ohne Computer ist die klassische Variante. Der Dj kommt mit einem Koffer voller Platten, such immer eine raus, legt sie auf, macht den Übergang, nimmt die alte Platte runter, sucht eine neue, legt diese auf und so weiter. Das ganze klingt für mich ziemlich stressig, da man immer im Koffer nach der richtigen Platte suchen, sie aus der Hülle nehmen, am ende wieder in die Hülle rein und verstauen muss. Gut, gestande Djs haben damit wohl kein Problem, aber man braucht einfach viel Material und Bewegungsfreiraum.
Die Variante mit Computer ist (meiner Meinung nach) die gängigere Methode, weil man weniger transportieren muss, aber trotzdem die gesamte Musiksammlung dabei hat. Dazu benötigt man nur 2 sogenannte Timecode Vinyl Platten. Dann benötigt man nur noch einen Laptop und muss das alles verkabeln. Dann kann man mit einem bestimmten Programm (ich kenne z.b. Serato oder Traktor) Lieder auswählen und sie den Vinyl Platten zuordnen. Auf dieser Platte wird dann automatisch dieses Lied abgespielt, aber die Handhabung ist wie bei einer normalen Platte (man kann also auch schneller drehen, anhalten u.s.w)

Wenn man sich dann die entsprechende Variante ausgesucht hat, geht es darum einen Übergang zwischen den Liedern hinzubekommen und das ist schwieriger als es aussieht. An den Plattenspielern gibt es Regler, die das Lied schneller oder langsam abspielen. Wenn man die Geschwindigkeit angepasst hat, muss man noch die „Beats“ synchronisieren. Wenn es sich dann halbwegs passabel anhört, kann man das so frei geben, ansonsten gibt es ein paar Tricks, wie z.B. einen Plattenspieler ausmachen, dann geht das dortige Lied mit einem „nruuuuum“ zu Ende, und gleichzeitig das neue Lied starten. Das erspart den Übergang.

Ich hoffe das war halbwegs verständlich und informativ 🙂
Bei Fragen könnt ihr mir natürlich gerne eine Mail oder bei Twitter schreiben.

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